Historie

Früher war es nicht üblich Lebensmittel über weite Wege zu transportieren. Die Gründe dafür waren unter anderem, dass lange Wege mit Pferdefuhrwerken unverhältnismäßig viel Zeit kosteten und ungekühlte Lebensmittel diesen Transport oftmals nicht unbeschadet überstehen konnten. Direkte Vertriebswege und Rohstoffgewinnung waren üblich, so dass nahezu jedes Dorf eine eigene Molkerei, Käserei aber eben auch Brauerei mit angeschlossener Mälzerei hatte.

So auch in Heinde. Die örtliche Brauerei befand sich auf dem Rittergut unweit des barocken Gutshauses von 1781. Es ist davon auszugehen, dass neben den herrschaftlichen auch die einfachen Dorfbewohner von dort ihr Bier beziehen konnten. Ein wesentlicher Bestandteil jeder Brauerei ist eine gute Wasserversorgung. Bei Erdarbeiten auf dem Hof und in der näheren Umgebung wurden ausgehöhlte Baumstämme gefunden, die als Holzröhren genutzt wurden. Diese verliefen bis zum höher gelegenen Lehrbach und so konnte ein kontinuierlicher Wasserzulauf gesichert werden. Das Heinder Brauereigebäude ist bei einem Brand 1928  vollständig zerstört und nie wieder aufgebaut worden. Noch heute klafft an dieser Stelle eine Lücke im gesamten Gebäudeensemble des Gutshofes.

Es ist bekannt, dass der Betrieb der Brauerei schon sehr viel früher aufgegeben wurde, so dass davon auszugehen ist, dass in Heinde seit über 100 Jahren kein Bier mehr gebraut worden ist.

Das mussten wir ändern!!!

Das handwerkliche Brauen soll in Heinde wieder zur Tradition werden.